Moos

CO2 speichern: Wie werden wir die Gase los?

Die Erde erwärmt sich. Doch wie können wir das stoppen? Forschende arbeiten an Möglichkeiten, wie man klimaschädliche Gase aus der Luft holen kann.

Um die Erde nicht noch weiter zu erwärmen, müssen wir die klimaschädlichen Treibhausgase in der Luft verringern. Vor allem geht es dabei um das Gas Kohlenstoff-Dioxid, oder kurz: CO2. Es gelangt unter anderem in die Luft, wenn Rohstoffe wie Öl und Gas verbrannt werden. Um das Klima zu schützen, muss weniger CO2 ausgestoßen werden. Forschende denken aber auch über Methoden nach, bereits entstandenes Gas wieder einzufangen. Hier sind drei Möglichkeiten:

Kraft der Bäume

Pflanzen nehmen das klimaschädliche Gas CO2 aus der Luft auf und speichern es. Vor allem Wälder helfen darum, das Klima zu schützen. Wenn wir viele neue Bäume pflanzen, wird CO2 aus der Luft entzogen. «Mischwälder mit verschiedenen Baumarten sind die beste Wahl», erklärt der Klimaforscher Felix Havermann. «Sie kommen besser mit Dürren oder Schädlingen zurecht.» In Deutschland etwa setzt man dabei auf Buchenwälder.

Auch auf landwirtschaftlichen Flächen könnten Bäume wachsen. Das nennt man Agro-Forstwirtschaft. An den Rändern der Felder werden Bäume und Sträucher gepflanzt. Das hat viele Vorteile: Die Bäume kühlen den Boden durch ihren Schatten. Sie halten Wasser zurück und bieten Lebensraum für Tiere. Neue Bäume pflanzen ist verhältnismäßig leicht. Allerdings muss man die Bäume schützen: «Wenn sie von Bränden oder Dürren zerstört werden, wird das gespeicherte CO2 wieder freigesetzt», sagt der Fachmann.

Steine als Speicher

Auch Steine können beim Abbau von CO2 helfen. Das funktioniert durch einen natürlichen Prozess, den man beschleunigen kann. Wenn Regen aus den Wolken fällt, nimmt es CO2 aus der Luft mit. «Trifft das Wasser dann auf bestimmte Steine trifft, geschieht eine chemische Reaktion», erklärt Felix Havermann. Das CO2 wird in festes Gestein verwandelt. Dieses gebundene CO2 bleibt dann in der Erde.

Um diesen natürliche Speicherung schneller zu machen, werden die Steine zu feinem Pulver gemahlen und auf Felder gestreut wird. Das feine Gesteinsmehl hat eine sehr große Oberfläche, wodurch es viel mehr CO2 binden kann. Gleichzeitig wirkt das Mehl als natürlicher Dünger und verbessert die Fruchtbarkeit der Böden.

Riesiger Staubsauger

Kann man die Treibhausgase nicht einfach aus der Luft saugen? Genau daran arbeiten einige Firmen. Die Technik wird Direct Air Capture (gesprochen: dairekt är käptscha) genannt. Dabei filtern riesige Maschinen das CO2 aus der Umgebungsluft und speichern es.

So einfach ist das aber nicht. In der Luft gibt im Vergleich zu anderen Gasen wie Stickstoff und Sauerstoff eher wenig CO2. Deshalb müssen riesige Mengen Luft gefiltert werden. Das kostet Energie. Noch dazu sind diese Anlagen bislang sehr teuer. Aber es gibt auch kleinere Versionen, die zum Beispiel auf Häuserdächern stehen könnten. «Noch ist die Technik nicht perfekt, aber vielleicht wird sie in Zukunft eine wichtige Rolle spielen», sagt Felix Havermann. «Bis dahin geht es weiter darum, möglichst wenig Treibhausgase auszustoßen».

Text und Bild: Philipp Brandstädter,
zunächst erschienen über dpa Nachrichten für Kinder, März 2026

Quellen:

Forschungsprogramm

Biologische Verfahren

Technische Verfahren

Speicherung in Böden

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